Vesico-Ureteraler-Reflux (VUR)

Rückfluß von Urin aus der Harnblase in die Harnleiter und die Niere

Definition / Ursache

Normalerweise fließt der Urin von den Nieren durch die Harnleiter zur Harnblase ab. Am Übergang besteht ein Verschlussmechanismus (Ventil), der verhindert, dass Urin in die andere Richtung wieder zur Niere aufsteigen kann. Bei kleinen Kindern kann dieser Verschluss von Geburt an gestört sein. Durch diese mangelhafte Abdichtung des Harnleiters zur Blase kommt es zum pathologischen Rückfluss des Urins. Die Folge können immer wieder kehrende fieberhafte Harnwegsinfektionen sein. Mit zunehmendem Alter kann dieser Verschlussmechanismus „nachreifen“ und der VUR sich zurückbilden. Daher ist nur bei sehr ausgeprägtem Reflux (Rückfluss) eine Therapie notwendig. 

Diagnostik

Der Verdacht eines Vesicoureteralenreflux (VUR) ergibt sich, wenn mehrfach fieberhafte Harnwegsinfektionen durch den Kinderarzt festgestellt werden. Heutzutage stellt die Sonographie (Ultraschall ggf. mit CEUS) die wichtigste Untersuchungsmethode dar. Sie kann ohne Belastung für das Kind beliebig oft wiederholt werden. Mit ihr können die Nieren, die Blase sowie die Harnleiter sehr gut beurteilt werden. Allerdings gelingt der Nachweis eines Refluxes nicht immer ganz zuverlässig, sodass manchmal eine Miktions- Cyst-Uro-Graphie = MCUG (funktionelle Kontrastmitteldarstellung unter Röntgen- Durchleuchtung) erforderlich wird. Eine Einteilung des VUR kann nach Heikel und Parkkulainen in Grad 1-5 anhand des MCUG-Befundes erfolgen. Von links nach rechts ist hier eine zunehmende Schwere des Refluxes dargestellt.  

Behandlung / Operation

Die Behandlung des VUR beim Kind ist individuell unterschiedlich und daher sollten viele Aspekte bei einer guten Therapieplanung berücksichtigt werden. Gerne führen wir alle erforderlichen Untersuchungen bei Ihrem Kind durch und besprechen mit Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten. Bei leichtem Reflux und früher Diagnosestellung kann eventuell abgewartet werden, ob sich der Reflux mit dem Wachstum des Kindes zurück bildet. Bei höhergradigem Reflux ist eine Unterspritzung der Harnleitermündung in die Blase hilfreich was den Verschluss des Harnleiters mit zunehmender Harnblasenfüllung ermöglicht. Wenn ein ausgeprägter Reflux vorliegt, kann es notwendig werden, den Harnleiter in die Blase neu einzupflanzen. Damit lässt sich ein Rückfluss des Urins von der Blase in die Niere zuverlässig beseitigen. Ob ein Antibiotikum zur Vorbeugung (Prophylaxe) gegeben werden sollte muss ebenfalls individuell entschieden werden.

Nachbehandlung

Auch die Nachsorge ist stark abhängig vom eingeschlagenen Therapiepfad und beinhaltet regelmässige Ultraschallkontrollen sowie die Untersuchung des Urins und des Blutdrucks. Im Einzelfall können weitere Untersuchungen und auch eine Kontrolle des MCUG (siehe oben) erforderlich werden.
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Rückfluß von Urin aus der

Harnblase in die Harnleiter und die

Niere

Definition / Ursache

Normalerweise fließt der Urin von den Nieren durch die Harnleiter zur Harnblase ab. Am Übergang besteht ein Verschlussmechanismus (Ventil), der verhindert, dass Urin in die andere Richtung wieder zur Niere aufsteigen kann. Bei kleinen Kindern kann dieser Verschluss von Geburt an gestört sein. Durch diese mangelhafte Abdichtung des Harnleiters zur Blase kommt es zum pathologischen Rückfluss des Urins. Die Folge können immer wieder kehrende fieberhafte Harnwegsinfektionen sein. Mit zunehmendem Alter kann dieser Verschlussmechanismus „nachreifen“ und der VUR sich zurückbilden. Daher ist nur bei sehr ausgeprägtem Reflux (Rückfluss) eine Therapie notwendig. 

Diagnostik

Der Verdacht eines Vesicoureteralenreflux (VUR) ergibt sich, wenn mehrfach fieberhafte Harnwegsinfektionen durch den Kinderarzt festgestellt werden. Heutzutage stellt die Sonographie (Ultraschall ggf. mit CEUS) die wichtigste Untersuchungsmethode dar. Sie kann ohne Belastung für das Kind beliebig oft wiederholt werden. Mit ihr können die Nieren, die Blase sowie die Harnleiter sehr gut beurteilt werden. Allerdings gelingt der Nachweis eines Refluxes nicht immer ganz zuverlässig, sodass manchmal eine Miktions-Cyst-Uro-Graphie = MCUG (funktionelle Kontrastmitteldarstellung unter Röntgen-Durchleuchtung) erforderlich wird. Eine Einteilung des VUR kann nach Heikel und Parkkulainen in Grad 1-5 anhand des MCUG- Befundes erfolgen. Von links nach rechts ist hier eine zunehmende Schwere des Refluxes dargestellt.  

Behandlung / Operation

Die Behandlung des VUR beim Kind ist individuell unterschiedlich und daher sollten viele Aspekte bei einer guten Therapieplanung berücksichtigt werden. Gerne führen wir alle erforderlichen Untersuchungen bei Ihrem Kind durch und besprechen mit Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten. Bei leichtem Reflux und früher Diagnosestellung kann eventuell abgewartet werden, ob sich der Reflux mit dem Wachstum des Kindes zurück bildet. Bei höhergradigem Reflux ist eine Unterspritzung der Harnleitermündung in die Blase hilfreich was den Verschluss des Harnleiters mit zunehmender Harnblasenfüllung ermöglicht. Wenn ein ausgeprägter Reflux vorliegt, kann es notwendig werden, den Harnleiter in die Blase neu einzupflanzen. Damit lässt sich ein Rückfluss des Urins von der Blase in die Niere zuverlässig beseitigen. Ob ein Antibiotikum zur Vorbeugung (Prophylaxe) gegeben werden sollte muss ebenfalls individuell entschieden werden.

Nachbehandlung

Auch die Nachsorge ist stark abhängig vom eingeschlagenen Therapiepfad und beinhaltet regelmässige Ultraschallkontrollen sowie die Untersuchung des Urins und des Blutdrucks. Im Einzelfall können weitere Untersuchungen und auch eine Kontrolle des MCUG (siehe oben) erforderlich werden.